Am 27. Februar ist Equal Pay Day. Der Equal Pay Day ist der Tag, bis zu dem Frauen rechnerisch länger arbeiten müssen, um auf das gleiche Einkommen zu kommen, das Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres erreichen.
Im Jahr 2025 haben Frauen im Durchschnitt pro Arbeitsstunde 16 % weniger als Männer verdient. Das ist kein Zufall, sondern ein strukturelles Problem.
Der Bundesverband der GRÜNEN gibt dazu folgende Info:
Warum gibt es diese Lohnlücke?
- Frauen arbeiten häufiger in schlechter bezahlten Berufen und Branchen
- Teilzeit und Sorgearbeit gehen oft zulasten des Einkommens
- Löhne sind häufig intransparent: In vielen Bereichen fehlen Tarifverträge
Bin ich betroffen?
Wenn du dir unsicher bist, ob du fair bezahlt wirst, helfen dir Vergleichsangebote: Mit den Plattformen Entgeltatlas, Lohnspiegel oder Gehaltsvergleich kannst du deinen Lohn vergleichen.
Was schützt vor Lohndiskriminierung?
Ein wichtiger Schutz sind Tarifverträge. Sie regeln:
- klare Entgeltgruppen
- transparente Kriterien für Bezahlung
- regelmäßige Lohnerhöhungen
In Betrieben mit Tarifvertrag ist die Lohnlücke deutlich kleiner.
Tarifbindung schützt – besonders Frauen.
Wie können wir Lohngleichheit erreichen?
- Fairer Mindestlohn: Der gesetzliche Mindestlohn muss mindestens 60% des
mittleren Bruttolohns betragen. Das ist besonders für Frauen wichtig, da sie
häufig im Niedriglohnsektor arbeiten - Konsequente Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie: Unternehmen
müssen verpflichtet werden, geschlechtsspezifische Entgeltunterschiede
offenzulegen und zu beseitigen. - Einführung eines wirksamen Verbandsklagerechts: Gewerkschaften und
Interessenvertretungen müssen stellvertretend klagen können, um Betroffene
von Lohndiskriminierung nicht allein zu lassen. - Umsetzung und Einhaltung des Bundestariftreuegesetzes: Die meisten
Bundesaufträge sollen an Firmen mit tariflichen Standards vergeben werden.
Lohnungleichheit ist kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Problem.
16 % sind zu viel – Lohngleichheit jetzt!