Aus dem Rat: Der Wolf und ein Bahnhalt

Am gestrigen Donnerstag fand die erste Sitzung des Rates in diesem Jahr statt. Und es gab direkt große Themen.

Wir freuen uns, dass nach gut 14 Jahren, endlich die Reaktivierung des Bahnhaltes in Kirchlinteln Realität wird! Denn am 12. Februar 2012 war es ein Antrag der GRÜNEN Ratsfraktion die den Auftakt gab und das Projekt langsam aber sicher ins Rollen brachte. Nun läuft dieses zukunftsweisende Projekt langsam in den Bahnhof ein: Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 soll am neuen Bahnhalt Kirchlinteln der erste Zug halten.

Der Gemeinderat hat gestern den Weg dafür frei gemacht, dass an dem Bahnhalt dann auch ein Parkplatz und eine „Bike&Ride“-Anlage entstehen kann. Das Rathaus dämpfte aber die Vorfreude etwas, denn diese Anlagen würden erst nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des Bahnhofs fertig gestellt werden. Der Grund dafür liegt jedoch auf der Hand: Die Fläche, auf der später Parkplatz und Fahrradständer entstehen werden, wird von der Deutschen Bahn als Baustellenfläche für den Bau des Bahnhaltes genutzt.

Wir GRÜNEN freuen uns über die Anbindung Kirchlintelns an das Bahnnetz und werden und weiterhin dafür einsetzen, dass das Projekt wirklich ankommt und auch langfristig die Taktungen, Verbindungen und Anschlüsse ausgebaut und verbessert werden.

Ein sehr emotionales Thema in der gestrigen Ratssitzung war der Wolf. Viele Besucher:innen waren zu diesem Thema extra zur Ratssitzung gekommen, um zu hören was die demokatsich gewählten Vertreter:innen im Rat dazu zu sagen hatten. In den vergangenen Jahren hat es in unserem Gemeindegebiet neben Wolfssichtungen auch immer wieder Angriffe auf Nutztierbestände – insb. Schafe – gegeben, wovon der letzte keine zwei Wochen her ist. Viele Tierhalter machen sich sehr verständlich Sorgen und wünschen sich eine stärkere Regulierung des Wolfes und insb. den Abschuss von so genannten Problemwölfen.

Diese Entscheidungen liegen nicht in der Zuständigkeit der Gemeinde und des Rates. Aber der Gemeinderat hat sich über alle Fraktionen hinweg zusammen gesetzt und überlegt, was wir dennoch tun können. Das Problem ist für die Bürger:innen zu groß um es einfach zu ignorieren. Und so wurde es an den Beginn der gestrigen Tagesordnung gesetzt und umfassend besprochen. Der Rat sprach allen Betroffenen das Mitgefühl aus, und hat einstimmig eine Resolution beschlossen. In der Resolution wird vor allem die zügige Umsetzung des aktuell in Berlin zu Abstimmung stehenden Jagdgesetzes gefordert, sodass bei uns im Landkreis zügig ein Wolfsmanagementsystem eingeführt werden kann.

Als GRÜNEN ist uns der Schutz des Wolfes – wie die Schutz aller Tiere – ein zentrales Anliegen. Aber uns ist vollkommen bewusst, dass das Zusammenleben des Menschen mit seinen Nutztieren und dem Wolf Regeln benötigt und diese schnell und unbürokratisch vor Ort umgesetzt werden können.

Die gestern einstimmig – auch mit den Stimmen von uns GRÜNEN – beschlossene Resolution wendet sich an die Politik auf Kreis- und Landesebene, hier schnell Klarheit zu schaffen und das Thema Wolf ganzheitlich zu betrachten und zu bewerten.

Ein weiteres Thema war das StadtRadeln, auch wenn dieses gar nicht auf der Tagesordnung stand. In dem Haushalt der Gemeinde für 2026 musste das Budget fürs StadtRadeln leider gestrichen werden. In Anbetracht der vielen großen finanziellen Herausforderungen, musste Positionen weichen. Dazu gehörte auch die freiwillige Leistung des Stadtradeln. Wir finden das StadtRadeln jedoch super! Und deswegen hat die Gruppe aus SPD, GRÜNE und Freien beschlossen, das Sitzungsgeld für die gestrige Sitzung zu spenden, damit das StadtRadeln auch in 2026 möglich werden kann. Doch das Sitzungsgeld alleine reicht nicht aus. Wir wollen daher jede:n dazu motivieren, auch einen keinen Beitrag zum Stadtradeln zu leisten und danken allen Menschen, die sich aktiv für dieses sportliche Event in unserer Gemeinde einsetzen.

Wir möchten nicht unerwähnt lassen, dass in der gemeinde nach wie vor gewaltige Hilfstransporte für die Ukraine laufen. Wer dafür spenden möchte, kann dies weiterhin unter der vorgenannten IBAN mit dem Verwendungszweck „Ukrainehilfe“ tun.

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