Kreistagsfraktion beantragt Rettungswache als Strohballenbau

In Kürze soll eine neue Rettungswache für den Landkreis Verden geplant und gebaut werden. Dabei sollen neben Garagenräumen für die Rettungsfahrzeuge auch Büro- und Aufenthaltsräume für die Mitarbeitenden entstehen.

Wenngleich Bauen mit Stroh immer noch Pioniercharakter hat, ist der Strohballenbau heute eine technisch ausgereifte Bauweise. Sie wurde im Landkreis Verden bereits erfolgreich und beispielgebend u.a. bei der Errichtung des Gebäudes vom Norddeutschen Zentrum für Nachhaltiges Bauen (NZNB) angewandt. Mit diesem Leuchtturmprojekt ist Verden bereits jetzt europaweit zu einem Referenzort für nachhaltiges Bauen geworden. In diesem Sinne auch bei dem geplanten öffentlichen Bauprojekt klimapolitisch beispielhaft vorzugehen, würde die Vorbildrolle der Stadt in der öffentlichen Wahrnehmung weiter stärken.

Der Bau gerade einer Rettungswache auf klimaschonende Weise hätte kommunikativ eine hohe Signalwirkung in der öffentlichen Wahrnehmung, denn so bekäme das Thema „Leben retten“ eine doppelte Bedeutung: im unmittelbaren wie im mittelbaren Sinne. Die daraus resultierende mediale Aufmerksamkeit würde die Bekanntheit der Strohbauweise generell fördern. So kann das Projekt nicht nur vor Ort den Klimaschutz voranbringen, sondern auch im öffentlichen wie privaten Bausektor insgesamt einen Beitrag zur notwendigen Bauwende leisten.

Die GRÜNE Kreistagsfraktion in Verden, bestehend aus Ehler Lohmann (Dörverden) und Frank-Peter Seemann (Kirchlinteln) haben daher am 15.11.2022 beantragt, dass die neu zu erstellende Rettungswache des Landkreises Verden als Beitrag zur Bauwende und zum Klimaschutz in Strohballenbauweise errichtet werden soll.


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