Grüne Scherben bei der OV-Sitzung?!

Bei unserer gestrigen Sitzung des Ortsverbandes der Grünen – bei bestem Wetter im Freien beim Müllerhaus – stand das Thema „Zusammenarbeit und Streitkultur“ ganz oben auf der Tagesordnung und wurde leidenschaftlich und teils sehr emotional geführt. Hintergrund der Diskussion war die Frage nach grünen Kernpositionen im Angesicht des Krieges und der Energiekriese, die damit verbundenen Abstimmungen und die Differenzen zwischen OV, Kreisverband und den Mandatsträgern in Gemeinde und Kreis. Und so wurde vor dem Hintergrund des RROP, der Energiekriese, dem Krieg in der Ukraine, dem Baugebiet Ritteralle und einigen anderen inhaltlichen Themen, die Fragen des Miteinanders ausgelotet.

Diese Diskussion war im vollen Gange, als eine Wasserflasche zu Boden fiel und zu Bruch ging. Die Mitgleider im Ortsverband griffen die Scherben gleich mit reichlich Humor auf: Sind die grünen Scherben etwa ein Symbol?

NEIN! Denn Scherben bringen bekanntermaßen Glück. Und so einigte man sich schlussendlich auf einige wichtige Eckpunkte:

  • Wir wollen separate Sitzungstermine machen, um zu Themen mit Tragweite ausgiebig zu debattieren um ein Meinungsbild aus dem OV zu bekommen.
  • Jedes Mitglied im OV kann sich an die anderen Wenden und so ein Thema einbringen und um eine Meinung, oder eine Diskussionsrunde bitten, oder das Thema auf die näüchste Tagesordnung bringen.
  • Meinungen dürfen sich ändern, Wahrheiten neu gefunden werden und niemand muss der Meinung der anderen folgen.

Auch wenn das Gespräch zum Miteinander zwar sehr wichtig war und viel Zeit in Anspruch nahm, haben wir bei der OV-Sitzung auch über andere Themen gesprochen. So wurde zum Beipsiel bekannt gegeben, dass wir GRÜNEN eine Ferienpassaktion in den Sommerferien veranstalten, die kirchlintelner Kinder und aus der Ukraine geflüchtete Kinder auf eine Tagestour ins Wattenmeer einlädt. Eine großartige Aktion, die nur zu Stande kommt, weil sich ein Ratskollege der SPD bereit erklärt hat, den Bus zu fahren und Bürgermeister Arne Jacobs zugesagt hat, dass die Gemeinde einen Großteil der Kosten übernehmen wird. Hierfür sind wir im OV sehr dankbar!
Auch werden wir uns das Thema „Biogas-Anlage in Armsen“ stärker zu Gemüte führen und ahben beschlossen, zeitnah eine Radtour über die angrenzenden Wege zu machen, die zum Ausbau vorgesehen sind.
Wir bleiben aktiv, bringen uns ein, und schrecken auch nicht vor Diskussionen zurück.